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Geboren wurde ich im Juni des Jahres 1010 in Kasan als einziger Sohn einer reichen Bojarenfamilie. Ich kann lesen und schreiben, da der Privatlehrer Nikolaus Vyazhischsky in unserem Hause beschäftigt war.
Im Jahr 1039 reiste ich mit meinem Vater nach Astrachan, um für meine Mutter die berühmten „Persianer-Felle“ zu kaufen. Bei der Händlerfamilie Nikolajev angekommen wurden wir der kleinen Familie vorgestellt und ich sah zum ersten mal in die Augen von Anjuta. Die kurzen Augenblicke, die wir ungestört sein konnten, haben gereicht um mich in die blonde Astrachanin zu verlieben. Nach dem sehr erfolgreichen Einkauf der Felle musste ich mit meinem Vater wieder nach Kasan zurückkehren, da der Winter bevorstand. Den ganzen langen Winter überlegte ich mir, wie ich Anjuta an mich binden konnte. Das ist alles nicht so einfach, wenn man aus unterschiedlichen Ständen kommt und eine Beziehung eigentlich nicht erwünscht ist. Als der Winter endlich vorbei war, war auch mein Plan fertig...
Ich sagte meinen Eltern, dass ich die Händlertochter heiraten würde. Mein Vater war sehr aufgebracht und wollte mir die Erlaubnis nicht geben, es sei denn, ich verließe das Haus und würde auf auf alle Titel und den Stand verzichten. Da mir all dies nicht so wichtig war, verließ ich im Frühjahr mein Elternhaus und reiste nach Astrachan, um bei Anjutas Vater um ihre Hand anzuhalten. Die Heirat fand kurze Zeit später statt, allerdings ohne meine Eltern.
Die erste Zeit wohnten wir noch in beengten Verhältnissen bei ihren Eltern; da wir jedoch unseren eigenen Weg gehen und uns eine eigene Existenz aufbauen wollten, verließen wir Astrachan und zogen gen Kiew. Dort angekommen, bezogen wir ein kleines Haus das zur Festungsanlage gehörte - einzige Bedingung war, dass ich der Stadtwache beitrat. Dies stellte für mich kein Hindernis dar, da ich in Schwertkampf und Bogenschießen von meinem früheren Lehrer unterrichtet worden war. Da es zu dieser Zeit keine größeren Streitigkeiten unter Jaroslaw dem Weisen und anderen Herrschern gab, blieb mir noch Zeit regen Handel zu betreiben.
Neben Bernstein, Fellen und Gewürzen handeln wir auch mit mit edlen Stoffen. Die Geschäfte laufen gut und wir haben nicht lange gebraucht um uns einen guten Ruf aufzubauen und liebe Freunde in der Stadt zu finden.
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